Sanitärtechnik

Sanitärtechnik Sanitäreinrichtungen dienen neben der Entsorgung von Exkrementen des Menschen auch der Körperpflege, Regeneration, Heilkunde und Desinfektion. Zu einem wichtigen Aufgabengebiet gehört die Hygiene um Krankheiten zu vermeiden und Prävention zu ermöglichen.
Planungen im Sanitärbereich bringen zwangsweise die Einhaltung von zahlreichen Vorschriften und Normen in angrenzenden Fachgebieten wie Wärme-, Schall-, Feuchte- und Brandschutz mit sich.

Auf dieser Seite: Trinkwasserversorgungsanlagen

Weiter zu: Entwässerungsanlagen  |  Schwimmbadanlagen / Medizinische Sanitäranlagen


Trinkwasserversorgungsanlagen

Trinkwasser ist und bleibt das wichtigste Lebensmittel überhaupt. Deshalb ist größte Sorgfalt im Umgang mit Trinkwasser-Verbrauchseinrichtungen und Installationen geboten. Um den Erhalt der Trinkwassergüte sicher zu stellen, sind eine Vielzahl von Maßnahmen zu bedenken: Z.B. die richtige Werkstoffwahl für Rohrleitungen zu treffen, nur geprüfte Produkte zu verwenden und Strecken im Rohrnetz zu vermeiden, die zu Stagnation (zeitweiser Stillstand des Wassers und damit verbundene Bildung von Krankheitserregern) führen.

Trinkwasser kann auf mehrere Arten erwärmt werden. Je nach Erwärmungssystem und Bauart werden Wassererwärmer in Durchfluss- und Speicher- sowie offene und geschlossene Wassererwärmer eingeteilt. Man unterscheidet dezentrale Warmwasserbereitung (WWB) in der unmittelbaren Nähe der Zapfstelle sowie zentrale WWB meist in Verbindung mit dem Wärmeerzeuger der Heizungsanlage. Dezentrale Warmwasserbereiter haben den Vorteil, dass sie zu- oder abgeschaltet bzw. an die individuell gewünschte Solltemperatur angepasst werden können. Ein Gas-Kombiwasserheizer (als Kombitherme in Etagenheizungen üblich) arbeitet nach dem Durchlaufprinzip, ebenso der Elektro-Durchlauferhitzer. Zentrale Systeme verfügen in der Regel über einen Warmwasserspeicher und eine Zirkulation, die dafür sorgt, dass warmes Trinkwasser mit einer Mindesttemperatur von 55 °C ohne nennenswerte Wartezeiten an der Zapfstelle anliegt.

Eine weitere Möglichkeit ist die Anbindung von Sonnenkollektoren an den Warmwasserspeicher zur Energieeinsparung. Die WWB ist nach der Gebäudeheizung der zweitgrößte Energieverbraucher. Durch die Forderungen der EnEV gewinnt die Technik der WWB immer mehr an Bedeutung.

Druckerhöhungsanlagen haben die Aufgabe, Wasserversorgungsanlagen in ständiger Bereitschaft mit konstantem Druck zu betreiben. Sie sind besonders dann notwendig, wenn hohe Gebäude versorgt werden müssen, ein Grundstück mit dem Versorgungsdruck des Wasserversorgungsunternehmens (WVU) nicht mehr betrieben werden kann, mit dem öffentlichen Versorgungsnetz nicht unmittelbar verbunden sein darf, oder die Wasserversorgung gleichzeitig brandschutztechnische Aufgaben erfüllen muss. Die Trinkwassergüte darf hierdurch in keiner Weise negativ beeinflusst werden. Die Wasserversorgung von Hochhäusern teilt man aus wirtschaftlichen und technischen Gründen in mehrere Druckzonen ein, die sich auf mehrere Stockwerke beziehen.

[Zur Startseite]

© Sachverständigenbüro für Technische Gebäudeausrüstung
    Dipl.-Ing. (FH) Jens-Uwe Nieß, Berlin