Regenerative Energien

Regenerative Energien Regenerative (erneuerbare) Energien als „Energiedienstleister“ sind natürliche, quasi unerschöpfliche Energieströme, die nach dem Nutzungsprozess wieder in die Umwelt zurückgeführt werden.

Mit Hilfe von Wärmepumpen macht sich der Mensch die Erdwärme zu nutze, Sonnenkollektoren und Solarzellen wandeln die Sonnenenergie direkt in eine andere Energieform um.

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Solarthermie

Sonnenkollektoren zur Warmwasserbereitung

Die besten Voraussetzungen für eine optimale Nutzung von Sonnenenergie über Kollektoren ergeben sich bei der Trinkwassererwärmung. Das solare Energieangebot kann hierbei besser genutzt werden, da sich durch den über das Jahr betrachtet relativ konstanten Brauchwasserbedarf eines Haushaltes eine größere Übereinstimmung als beim Heizwärmebedarf ergibt.
Die technisch ausgefeilten Flachkollektoren in Modulbauweise haben einen auf der Rückseite mit einer dicken Dämmschicht versehenen Metallabsorber, der die Wärmeverluste durch Konvektion und Transmission mindert. Auf der Vorderseite, also dort, wo die Sonnenstrahlen auf den mit schwarzem Solarlack oder wirksameren selektiven Schichten versehenen Absorber auftreffen, ist er mit einer Glasscheibe abgedeckt. Selbst wenn zum Winter hin die Temperaturen sinken, können Flachkollektoren noch eine ausreichende Wärmemenge liefern.
Zu einer Solarkollektoranlage gehört natürlich ein Speicher, der die vom Kollektor bereitgestellte Wärme tagsüber aufnimmt, falls keine momentane Entnahme gegeben ist, und nachts wieder abgibt, wenn Warmwasser gezapft wird. Für ein Einfamilienhaus kommen in der Regel 300 Liter-Speicher zum Einsatz. Kollektor und Speicher werden von einem Gemisch aus Wasser und harmlosen Frostschutzmittel durchströmt. Eine Regelung vergleicht die Temperaturen zwischen Kollektor und Speicher und schaltet bei einer Temperaturdifferenz von mehreren Kelvin die Umwälzpumpe ein, um erneut Wärmeenergie in den Speicher zu transportieren.
Vakuumröhrenkollektoren haben bauartbedingt die höchsten Wirkungsgrade. Durch die in gläsernen Röhren mit einer isolierenden Vakuumhülle liegenden Absorber können diese Kollektoren noch bei niedrigen Außentemperaturen im Winter Wärme liefern.
Mit einem richtig dimensionierten System kann man jährlich 50 % bis 65 % des Warmwasserbedarfs mit Sonnenenergie abdecken. Da im Sommer die konventionelle Heizung einschl. Warmwasserbereitung nur in Ausnahmefällen die Solaranlage unterstützen muss, kann sie gänzlich ausgeschaltet bleiben. Sind Waschmaschine und Geschirrspüler mit einem Warmwasseranschluss ausgestattet, kann die zur Verfügung stehende Energie optimal genutzt werden.
Solarkollektoranlagen ermöglichen durch optimierte Komponenten einen zuverlässigen Betrieb mit einer Lebensdauer von etwa 20 Jahren.

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© Sachverständigenbüro für Technische Gebäudeausrüstung
    Dipl.-Ing. (FH) Jens-Uwe Nieß, Berlin