Raumlufttechnik - Klimaanlagen

Raumlufttechnik Mit der Errichtung der ersten großen Büro­hochhäuser entstand die Raumlufttechnik.
Aber erst 1930 entstanden die ersten komplett bestückten Klimageräte. Nach 1945 wiederum entwickelte man verstärkt neue Bauarten, um den Bedürfnissen an Sicherheit, Wohlbe­finden und Komfort gerecht zu werden. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen großen, ortsabhängigen Lüftungs- bzw. Klima­zentralen und kleinen, ortsveränderlichen Lüftungs- bzw. Klimageräten.

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Klimaanlagen

Klimaanlagen haben die Aufgabe, die vom Menschen gewünschten Umgebungs­bedingungen in einem Raum in Bezug auf Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftreinhaltung zu erzeugen und gleichmäßig aufrechtzuerhalten. Dazu sind Anlagen und Geräte erforderlich, die warme Luft zur Kühlung abführen oder zur Beheizung zuführen, die zum Be- und Entfeuchten die Luftfeuchtigkeit regulieren und den Staubanteil in der Luft filtern. Je nach Anzahl der insgesamt vier Luftbehandlungsfunktionen Heizen, Kühlen, Befeuchten und Entfeuchten muss zwischen Klima- und Teilklimaanlagen unterschieden werden. Teilklimaanlagen decken lediglich drei der vier Behandlungsvorgänge ab. Klassisches Beispiel hierfür ist die von Autoherstellern gern als „Klimaanlage“ oder „Klimaautomatik“ bezeichnete Teilklimaanlage in Kfz, die bekanntlich nur kühlt und entfeuchtet.

Klimaanlagen selbst teilt man in Komfort- und Industrie-Klimaanlagen ein. Weil Komfort-Klimaanlagen dafür gedacht sind, für Menschen in Aufenthaltsräumen von z.B. Bürogebäuden, Kranken-, Kauf- und Veranstaltungshäusern sowohl bei klirrender Kälte als auch bei brütender Hitze die größtmögliche Behaglichkeit zu schaffen, nennt man sie auch Human-Klimaanlagen. Im Gegensatz dazu werden Industrie-Klimaanlagen eingesetzt, um die bestmöglichen Luftuzstände bei­spiels­weise in Fabrikationen von Textil-, Kunststoff-, Nahrungs- und Genuss­mittelindustrie zu erreichen. In der chemischen Industrie, bei pharmazeutischen Herstellungsprozessen sowie bei Chip- und Halbleiterfertigungen müssen Klima­anlagen höchsten Ansprüchen genügen und sind deshalb mit komplizierten Regelungen ausgestattet. Museen, Bibliotheken und Operationssäle erfordern ebenso die akkurate Einhaltung von Luftzustandsgrenzwerten.

Zentrale Klimaanlagen mit serienmäßig vorgefertigten Bauteilen aus dem Bau­kasten ähnlich der Kfz-Herstellung sind meist im Kellergeschoss, durchaus auch in Zwischen- oder Dachgeschossen anzutreffen. Über Zu- und Abluftkanäle wird die Luft zu den Räumen hin- und wieder zurückgeleitet. Die Luftge­schwindigkeiten bei Niederdruckanlagen liegen etwa zwischen 2 und 8 m/s bei einem maximalen Betriebsdruck von 10 mbar. Für weit verzweigte Kanalnetze sind Hochdruckanlagen mit platzsparenden, verringerten Kanalquerschnitten und Luftgeschwindigkeiten von 10 bis 20 m/s mit einem Systemdruck bis ca. 25 mbar erforderlich.

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© Sachverständigenbüro für Technische Gebäudeausrüstung
    Dipl.-Ing. (FH) Jens-Uwe Nieß, Berlin

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Wissenswertes:

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