Raumlufttechnik

Raumlufttechnik Mit der Errichtung der ersten großen Büro­hochhäuser entstand die Raumlufttechnik.
Aber erst 1930 entstanden die ersten komplett bestückten Klimageräte. Nach 1945 wiederum entwickelte man verstärkt neue Bauarten, um den Bedürfnissen an Sicherheit, Wohlbe­finden und Komfort gerecht zu werden. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen großen, ortsabhängigen Lüftungs- bzw. Klima­zentralen und kleinen, ortsveränderlichen Lüftungs- bzw. Klimageräten.

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Lüftungsanlagen

Lüftungsanlagen werden gebaut, um in einem Raum einen bestimmten Luft­wechsel zur Erneuerung des Luftsauerstoffs sowie den Abtransport von toxischen oder nicht toxischen Aerosolen, Gasen und Gefahrstoffen zu ermöglichen. Neben der natürlichen oder auch freien Lüftung soll hier vorrangig auf die mechanische oder auch erzwungene Lüftung Bezug genommen werden.

Unabhängig von klimatischen Verhältnissen werden bei maschinellen Lüftungs­anlagen die für jeden Raum in einem Gebäude erforderlichen Luftmengen mit Hilfe von Ventilatoren bewegt. Wenn beispielsweise Bäder oder Toilettenräume keine Fenster haben, sind sie an eine Entlüftungsanlage anzuschließen. Hat jedes Bad einen eigenen Lüfter (Ventilator) spricht man von Einzelentlüftungs­anlagen. Gibt es lediglich einen gemeinsamen Ventilator für mehrere Räume auf dem Dach, handelt es sich um eine Zentralent­lüftungs­anlage.

Gemäß den Forderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) ergeben sich veränderte Bedingungen für den Luftwechsel in Wohnräumen. Die zunehmende Anzahl von Komplettsystemen für die Wohnraumlüftung ist auf die An­forder­ungen in der EnEV abgestimmt und hat so einen neuen Markt für bedarfs­gerechte, maschinelle Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung bei Ein- und Mehrfamilienhäusern geschaffen.

Zu den Kleinstlüftungsgeräten zählen neben den weit verbreiteten Außen­wandventilatoren für Küchen und Hausarbeitsräume die sowohl für normale Küchenherde als auch Großküchen gedachten Dunstabzugshauben. Das Abluftgerät als eine Variante der Dunstabzugshaube schickt den angesaugten Wrasen über ein Dunstrohr entweder in einen Schacht oder direkt durch die Außenwand an die Außenluft; das Umluftgerät andererseits filtert Fettpartikel und Geruchsstoffe, bevor es die feuchte Luft wieder an den Raum zurückgibt.

Immer wenn Verunreinigungen der Luft wie Stäube, Gase oder Dämpfe gesundheitsschädlich sind oder sich auf industrielle Arbeitsprozesse negativ auswirken, kommen Absauganlagen zum Einsatz, die im Wesentlichen aus einem Ventilator, einer Saug- oder Druckleitung und einer Erfassungseinrichtung (Saughaube, Saugschlitze) bestehen. Einsatzorte für derartige Anlagen sind unter anderem Schweißereien, Lackierereien sowie metall- und holzver­arbeitende Betriebe. Handelt es sich um ortsveränderliche Schadstoffquellen wie z.B. Brennschneider oder Kraftfahrzeug-Auspuffanlagen in Werkstätten oder Hallen, können beispielsweise in Schienen laufenden Saugwagen für Be­wegungs­freiheit sorgen.

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© Sachverständigenbüro für Technische Gebäudeausrüstung
    Dipl.-Ing. (FH) Jens-Uwe Nieß, Berlin

 

 

 

 

 

 

 


Wissenswertes:

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