Heizungstechnik - Zentralheizungen

Heizungstechnik Eine Heizung hat die Aufgabe, einen be­stimmten Raum oder Ort zu erwärmen, um ihn den Bedürfnissen des Menschen angepasst entsprechend nutzen zu können.

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Zentralheizungen

Bei Zentralheizungen sind die Wärmeerzeuger grundsätzlich außerhalb der zu beheizenden Räume in einem separaten Raum des Gebäudes untergebracht. Sie machen über die Wärmeträger Wasser, Dampf und Luft ein gleichmäßiges Beheizen des gesamten Gebäudes einschließlich aller Nebenräume möglich und werden entsprechend in Warmwasser-, Dampf- oder Luftheizungen einge­teilt. Als wichtigster Vorteil ist die geringere Umweltbelastung wegen der wesent­lich kleineren Anzahl von Feuerstätten und Schornsteinen zu nennen. Hingegen sind neben den höheren Anschaffungskosten permanente Messungen zur Heizkostenverteilung und Energieverluste im Verteilungsnetz als negative Aspekte zu bedenken.

Die bedeutendste Zentralheizung in Deutschland ist die Pumpen-Zweirohr-Warm­wasserheizung (PWWH). Der meist im Keller aufgestellte Wärmeerzeuger erwärmt Wasser bis auf max. 120 °C (Standard etwa 60 - 75 °C), das über eine Umwälzpumpe in den Vorlauf zu den Heizflächen (Heizkörper) geführt wird. Hinter den Heizkörpern strömt es abgekühlt im Rücklauf zurück zum Öl- oder Gas-Heizkessel. Um den Stromverbrauch zu minimieren, ist der Einbau von hocheffizienten, frequenzgeregelten Pumpen ratsam. Die heute nur noch sehr selten eingesetzte Schwerkraft-Warmwasserheizung verdankt ihren Namen dem Umstand, dass der Umlauf des Heizwassers alleine durch den Dichteunter­schied des um ein paar Grad wärmeren Vorlaufwassers und entsprechend kühleren Rücklaufwassers erfolgt. Durch die fehlende Pumpe ist der Betrieb zwar geräuschlos, jedoch sind wegen den geringen Druckdifferenzen große Rohrnennweiten notwendig, um eine wenn auch langsame Zirkulation zu erreichen. Zu den verschiedenen Rohrsystemen von Warmwasserheizungen gehören Einrohr- und Zweirohrheizungen, sowie Decken-, Wand- und Fußboden­heizungen.
Bei Dampfheizungen wird als Trägermedium nicht Wasser sondern Dampf verwendet. Der im Kessel erzeugte Dampf wird in aller Regel über das Zweirohrsystem den Heizflächen oder anderen Wärmetauschern zugeführt, kondensiert dort und kehrt schließlich als Kondensat zum Kessel zurück. Der Unterschied zwischen Niederdruck- (NDH) und Hochdruckdampfheizungen (HDH) besteht darin, dass das Kesselwasser bei NDH auf 100 °C erhitzt wird und der Betriebsdruck 0,5 bar nicht überschreiten darf, während bei HDH der Betriebsdruck max. 2,0 bar beträgt und die Heizflächentemperaturen 130 °C nicht überschreiten dürfen. Bei Vakuumdampfheizungen bewirkt ein von der Vakuumpumpe erzeugter Unterdruck in den Kondensatleitungen den schnelleren Rücktransport des Kondensats.

Luftheizungen sind im Grunde Lüftungsanlagen, die die in Luftheizgeräten er­wärmte Frischluft über Warmluftleitungen den Räumen zuführen. Die abgekühlte Luft wird über parallele Leitungen dem Gerät wieder zugeführt. Je nach den An­forderungen an die Beschaffenheit der Luft wird zwischen Frischluft-, Umluft- und Mischluftschaltung, je nach der den Umlauf bewirkenden Triebkraft zwischen Schwerkraft- und Ventilator-Luftheizungen unterschieden.
Zu den Sonderformen Sonnen- und Wärmepumpenheizungen wird in dem Fachtext „Regenerative Energien“ Bezug genommen.

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© Sachverständigenbüro für Technische Gebäudeausrüstung
    Dipl.-Ing. (FH) Jens-Uwe Nieß, Berlin

 

 

 


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