Heizungstechnik - Fernheizungen

Heizungstechnik Eine Heizung hat die Aufgabe, einen be­stimmten Raum oder Ort zu erwärmen, um ihn den Bedürfnissen des Menschen angepasst entsprechend nutzen zu können.

Auf dieser Seite: Fernheizungen

Weiter zu:  Einzelheizungen  |  Zentralheizungen  |  *Wichtige Hinweise*  


Fernheizungen

Fernheizungen werden im Grundsatz in Warmwasser-, Heißwasser- und Dampf­fernheizungen unterteilt. Immer dann, wenn eine zusammenhängende Gebäude­gruppe z.B. in einem Stadtteil, einer Siedlung, einem Fabrik- oder Krankenhaus­gelände beheizt werden soll, ist ein zentrales Heizwerk oder Heizkraftwerk in Verbindung mit meist unterirdischen Rohrleitungsnetzen eine wirtschaftliche Energieversorgung. Im wesentlichen bestehen Fernheizungen aus dem Kessel­haus, dem Fernwärme-Rohrnetz und den Übergabestationen in den einzelnen Gebäuden.

Bei der Warmwasser-Fernheizung beträgt die maximale Vorlauftemperatur 120 °C, die Rücklauftemperatur liegt ungefähr bei 50 °C. Durch die große Tempe­ratur­spreizung werden erheblich weniger Umlaufwasser und damit geringere Leitungsquerschnitte erforderlich. Je nach Größenordnung der Anlagen, den Kundenwünschen und den Geländeverhältnissen wird die Entscheidung ent­weder zugunsten des Dreileiternetzes mit gleitenden, den klimatischen Bedingungen angepassten Heizungsvorlauftemperaturen oder zugunsten des billigeren Zweileiternetzes mit ganzjähriger Betriebstemperatur getroffen. Darüber hinaus ist die Wahl zwischen unmittelbarem Anschluss der Hausanlage an das Fernleitungsnetz und dem mittelbaren Anschluss über Wärmetauscher zu treffen.
Heißwasser-Fernheizungen arbeiten ab einer Vorlauftemperatur von 120 °C bis ca. 200 °C (Rücklauf etwa 70 °C). Durch die großen Systemdrücke sind sie überwachungspflichtig. Sie kommen insbesondere für industrielle Zwecke aber auch z.B. für Krankenhäuser und Kasernen in Frage.

Mit einem maximalen Druck von 12 bar in Großanlagen haben Dampf-Fern­heizungen den Vorteil, dass auf langen Strecken keine Pumpen erforderlich sind und damit unter anderem auch die Anlagekosten sinken. Nachteilig wirken sich hingegen die größeren Wärmeverluste sowie die durch das mittels Pumpen zurückgeführte, aggressive Kondensat verursachten Korrosionsschäden an Kondensatleitungen aus.

[Zur Startseite]

© Sachverständigenbüro für Technische Gebäudeausrüstung
    Dipl.-Ing. (FH) Jens-Uwe Nieß, Berlin

 

 

 


Wissenswertes:

Fördermittel für moderner Heiz­technik (Viessmann)

Was ist ein Brennwertkessel?

Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV)

Flächenheizungen Vortrag am 19.02.2010 auf der Bautec

Wissenswertes zur Fußboden­heizung von Sven Petersen

Neu: Fotos zur Heizungstechnik


Unsere Fortbildungen:

Wärmepumpen Semimar der Baukammer Berlin

Thermische Solaranlagen Semimar der Baukammer Berlin

Hydraulischer Abgleich von Heizungsanlagen
Seminar des Landesfachverband der Bau- und Energieberater Berlin-Brandenburg e. V.