Heizungstechnik

Heizungstechnik Eine Heizung hat die Aufgabe, einen be­stimmten Raum oder Ort zu erwärmen, um ihn den Bedürfnissen des Menschen angepasst entsprechend nutzen zu können.

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Einzelheizungen

Bei Einzelheizungen ist der Wärmeerzeuger in dem zu beheizenden Raum aufgestellt. Als Gasetagenheizung in Wohnungen ist die Einzelheizung oftmals preiswerter in der Anschaffung und individuell vom jeweiligen Nutzer regelbar.
Zu den ältesten Feuerstätten überhaupt zählt das offene Kaminfeuer. Moderne, industriell vorgefertigte Kaminöfen haben zum Aufstellungsraum hin entweder ein geschlossenes oder zu öffnendes Sichtfenster. Sofern der Kaminofen in das Heizungsrohrnetz der Warmwasserheizung integriert werden soll, spricht man von einem Heizkamin. Hierbei schaltet sich die normale Umwälzpumpe aus bzw. eine zusätzliche Umwälzpumpe erst dann ein, wenn eine bestimmte Solltemperatur des Wassers im Kamin erreicht ist.

Noch heute sind in Altbauwohnungen vielfach Kachelöfen anzutreffen. Die auch als Wärmespeicheröfen bezeichneten Einzelheizungen geben die in der schweren Masse der Öfen gespeicherte Wärme aus den Rauchgasen von maximal zwei Verbrennungsvorgängen langsam über den Tag verteilt an den Raum ab. Die Anteile von Konvektion und Strahlung bei der Heizleistung liegen etwa bei je 50 %. Der Kachelmantel besteht meist aus Ton- oder Schamotte­kacheln mit den Abmaßen 22 x 22 cm.

Im Gegensatz dazu haben eiserne Öfen keine nennenswerte Speichermasse und sind deshalb bei gleicher Heizleistung durch dünnere Wände kleiner und leichter. Durch die Einstellung der Verbrennungsluftmenge kann die Ver­brennungs­zeit beeinflusst werden, so dass diese Öfen sowohl für den kurz­zeitigen Betrieb geeignet sind als auch den dauerhaften Betrieb ermöglichen. Der gemeinhin als Allesbrenner bekannte Dauerbrandofen gehört in die Familie der Öfen mit oberem Abbrand. Weiterhin werden Öfen mit unterem Abbrand auch als Unterbrandöfen sowie Universal-Dauerbrandöfen unterschieden.

Für Räume mit Zeitheizung eignet sich unter anderem der Ölofen. Der für die Verbrennung von Heizöl EL bestimmte Konvektionsofen besitzt einen Außen­mantel aus emaillierten Grauguss- und Stahlblechteilen sowie einen im wesent­lichen aus Stahlblech bestehenden Innenofen.
Bei Gasöfen ist neben einem sauberen Verbrennungsvorgang, einer kurzen Anheizzeit sowie leichter Regelbarkeit ein Wirkungsgrad von über 80 % hervor­zuheben. Ihre Verbreitung ging mit dem Ausbau der Erdgas-Versorgungsnetze einher. Gasöfen werden in Heizstrahler und Konvektionsheizgeräte unterteilt. Die sogenannten Außenwand-Gasraumheizer, die im modernisierten Altbau oftmals anzutreffen sind, haben eine geschlossene Verbrennungskammer und benötigen keine Abgasschornsteine. Sie können beliebig auch unter einem Fenster an einer Außenwand positioniert werden und beziehen die Verbrennungsluft über ein neben oder mittig im Abgasrohr befindliches Zuluftrohr.

Mit einem Wirkungsgrad von bis zu 100 % ist die elektrische Raumheizung nicht nur in Sachen Bedienung, Wartung und Regelung Spitzenreiter bei den Einzelheizungen. In technischer Hinsicht ist sie die beste Lösung, aufgrund der hohen Strompreise in wirtschaftlicher Hinsicht allerdings nicht interessant. Unterschieden wird in Direkt- und Speicherheizungen. Zu den Direktheizern gehören unter anderem Heizlüfter, Heizstrahler und Konvektionsheizgeräte zur zeitweisen Beheizung von z.B. Bädern, Küchen und Wintergärten bis zu einer Leistung von 2 kW. Die Ausführung als Decken- oder Fußbodenheizung ist ebenso möglich. Speicherheizgeräte nutzen den verbilligten Schwachlaststrom während der Nachtzeit und laden sich zur Abgabe der gespeicherten Wärme am Tage auf. Im Innern enthalten die Speicherkerne Beton- oder Magnesitsteine mit einer hohen Wärmespeicherfähigkeit, die bis ca. 600 °C aufgeheizt werden. Speicherheizungen werden in Verbindung mit Raumtemperaturreglern und einer Aufladesteuerung geliefert. Nachteilig wirken sich unter anderem das hohe Gewicht, der größere Platzbedarf und das Lüftergeräusch aus.

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© Sachverständigenbüro für Technische Gebäudeausrüstung
    Dipl.-Ing. (FH) Jens-Uwe Nieß, Berlin

 

 

 


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