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Auf dieser Seite: Installationsbusse (EIB, LON, LCN)
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Installationsbusse (EIB, LON, LCN)
Seit den Anfängen der Nutzung elektrischer Energie werden elektrischen
Verbrauchern, zum Beispiel Glühlampen, direkt über einen Schalter
elektrische Energie zugeführt. Die Anzahl der Verbraucher in einem
Haushalt war damals im krassen Gegensatz zu heute sehr gering. Im Laufe
der Jahrzehnte hat sich die Situation allerdings stark gewandelt. Die
reine Bereitstellung von Energie reicht schon lange nicht mehr aus, das
angestrebte Ziel für jedermann heißt Komfort.
Die daraus resultierende komplexere Elektroinstallation einschl. neuer
Geräte, Kabel und Anwendungen stieß bald an ihre Grenzen. Einen
Ausweg aus der Sackgasse sollte ein standardisiertes, dezentrales Informationsübertragungssystem,
der Installationsbus (kurz: Instabus), parallel zur konventionellen Elektroinstallation
schaffen.
Die Bustechnologie ermöglicht auf einfache Weise die Verknüpfung von mehreren Gewerken in Wohn- und Zweckbauten und hilft z.B. durch eine „intelligente“ Licht- und Temperatursteuerung, Energie einzusparen. Mit der einfachen und zukunftsorientierten Installation ist zudem eine erhebliche Komfortsteigerung für den Nutzer verbunden. Im folgenden sind Beispiele für Verknüpfungen von Sensoren (Befehlsgebern) und Aktoren (Befehlsempfängern) genannt, die über ein Binary Unit System (BUS, Sammelleitung zur Übertragung von Daten) mit einem gemeinsamen Protokoll und Zugriffsverfahren problemlos umgesetzt werden: Temperaturregelung, Regelung von Lichtfunktionen, Verschattungssysteme, Zeiterfassungssysteme, Raumüberwachung, Alarmmeldung, Glasbruchüberwachung, Türkontakte. Mögliche Busverbindungen sind hierbei unter anderem Kupferkabel, Koax, TP, Blue Tooth und Power Line (230/400V)
Merkmale des European Installation Bus (EIB):
- leicht zu planen und zu installieren
- leicht zu erweitern
- dezentrale Struktur
- zukunftsorientiert
- konventionelle Geräte können angepasst und eingebunden werden
- CSMA/CA Zugriffsverfahren
Merkmale des LCN-Installationsbusses:
- technologisch führendes System
- hohe Flexibilität bei der Bedienung
- hohe Kompatibilität mit konventioneller Installation
- preiswert aufgrund vielseitig einsetzbarer Computermodule
- Datenübertragung 3 – 30 mal schneller als bei den anderen
Bussen
- verlegt wird ein Standard-NYM-Kabel mit einer zusätzlichen Ader
Merkmale der Local Operating Network (LON)
- Standardbussystem, weltweite Verbreitung mit einem Marktanteil von
fast 50 %
- Kommunikation zwischen Sensoren und Aktoren mit Neuron-Chips
- freie Medienwahl über Kabel, Funk oder Power Line (230/400V)
- ca. 4000 Hersteller von LON-Komponenten weltweit
- CSMA/CD Zugriffsverfahren
© Sachverständigenbüro für Technische Gebäudeausrüstung
Dipl.-Ing. (FH) Jens-Uwe Nieß, Berlin

Gebäudeautomation ist der Oberbegriff für sämtliche
Einrichtungen, Software und Dienstleistungen zur automatischen Überwachung,
Steuerung, Regelung, Betriebsoptimierung, Bedienung und Management
von Anlagen der Technischen Gebäudeausrüstung.