Fördertechnik

Fördertechnik Mit einer Lebensdauer von 25 bis 40 Jahren sollten Aufzugsanlagen so geplant sein, dass sie zukunftssicher sind und neuesten Bestimmungen entsprechen.
Schon in der Entwurfsplanung muss der Fachplaner darauf achten, dass die architektonischen Vorgaben mit dem Anspruch des Nutzers auf Sicherheit, Komfort und Wohlbefinden in Einklang gebracht werden.

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Fahrtreppen

Die erste Fahrtreppe ließ sich 1892 ein US-Amerikaner patentieren. Dabei handelte es sich um ein schräges Gummi-Förderband mit darauf befestigten Holzplatten. Erstmals 1920 stellte die Otis Elevator Company eine Rolltreppe in der noch heute gebauten Ausführung vor.
Fahrsteige sind nicht als eine Aneinanderreihung von Treppenstufen ausgebildet, sondern ähneln sehr einem Laufband. Vor allem in Einkaufszentren oder Supermärkten mit mehreren Ebenen trifft man auf schwach geneigte Fahrtreppen, die das gefahrlose Transportieren von Einkaufswagen ermöglichen. Aber auch auf Flughäfen zum Überbrücken von weiten Strecken zwischen den Terminals sind sie sehr beliebt.
Fahrtreppen und Fahrsteige müssen so ausgebildet sein, dass keine Quetsch- oder Scherstellen auftreten. Sie müssen beidseitig Handläufe besitzen, die sich annähernd mit der gleichen Geschwindigkeit bewegen wie die Stufen und Steige. Bei Stromausfall sowie bei Auftreten von Gebrechen, wie Bruch eines Tragmittels, muss die Fahrbewegung selbsttätig zum Stillstand kommen.
Fahrtreppen und Fahrsteige müssen unabhängig von der Fahrtrichtung bei Stromausfall durch eine Bremse selbsttätig zum Stillstand gebracht und festgehalten werden.
An jedem Ende von Fahrtreppen und Fahrsteigen muss eine leicht zugängliche und als solche bezeichnete Notausschaltvorrichtung angebracht sein, die gegen unbeabsichtigtes Betätigen geschützt sein muss.
Fahrtreppen und Fahrsteige unterliegen genauso wie Aufzugsanlagen wiederkehrenden Prüfungen und Abnahmeprüfungen. In einem Brand- oder Notfall müssen sie generell abgeschaltet werden.

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© Sachverständigenbüro für Technische Gebäudeausrüstung
    Dipl.-Ing. (FH) Jens-Uwe Nieß, Berlin