Elektrotechnik

Elektrotechnik Mit der Erfindung der dynamoelektronischen Maschine durch Werner von Siemens im Jahre 1866 erfolgte der Durchbruch für die „Elektrotechnik“.

Weil elektrische Energie zum einen leicht transportiert und zum anderen recht einfach in andere Energieformen wie Wärme, Licht oder mechanische Energie umgewandelt werden kann, ist sie im Vergleich zu anderen Energieformen klar im Vorteil.

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Schwachstromanlagen

Hierbei handelt es sich um elektrische Anlagen, die Informationen und Nachrichten durch Sprache, Bilder und Signale transportieren und verarbeiten. Folgende Arten von Schwachstromanlagen sind in der Gebäudetechnik zu finden:

Klingel-, Türöffner-, Türsprech- und Türsehanlagen

Gefahrenmeldeanlagen GMA (Brandmeldeanlagen BMA, Einbruch- und Überfallmeldeanlagen EMA)

Fernmeldeanlagen

Antennen-, Funk-, Breitbandanlagen

Zu einer Brandmeldeanlage gehören die Brandmeldezentrale (BMZ), Brandmelder und Alarmgeber. Ein Brandmeldesystem ist nur dann ein wirksamer Schutz, wenn es den Brand bereits bei der Entstehung automatisch, zuverlässig und schnell erkennt. Je nach Ansprechempfindlichkeit entscheidet man bei Brandmeldern zwischen Ionisationsrauchmeldern, optischen Rauchmeldern, Flammenmeldern und Wärmemeldern. Über sogenannte Meldelinien, die permanent überwacht werden, sind die Brandmelder mit der BMZ verbunden.

Während Überfallmeldeanlagen einen direkten Hilferuf über von betroffenen Personen zu betätigende Druckknopfmelder oder Tretleisten ermöglichen, sind Einbruchmeldeanlagen Überwachungseinrichtungen wie z.B. neben klassischen Glas- und Durchbruchmeldern Lichtschranken, Trittmatten- und Bewegungsmelder für Gegenstände oder Räume.

Über die Fernmeldeanlage werden längst nicht mehr nur reine Telefongespräche übertragen. ISDN (Integrated Services Digital Network) und ADSL (Asymetric Digital Subscriber Line) ermöglichen viele Zusatzdienste. Im analogen Telefonnetz benötigt der Endbenutzer jeweils ein Kabelpaar pro Verbindung. Eine digitale ISDN-Leitung realisiert dagegen zwei Verbindungen gleichzeitig, obwohl die Anzahl der Kupferadern des analogen Anschlusses bestehen bleiben. Zwei der sogenannten B-Kanäle mit einer Übertragungsrate von 64 kbit/s garantieren, dass die übertragenden Bitströme im Vollduplexbetrieb (gleichzeitig in beide Richtungen) ausgetauscht werden können. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich bei den durch das Netz übertragenen Daten um Telefon-, Telefax- oder Internetdaten handelt. ADSL ist eine Weiterentwicklung von ISDN und – wie der Name vermuten lässt – ein asymmetrisches Verfahren, bei dem eine kleinere Übertragungsrate vom Nutzer zum Netz (upstream) als vom Netz zum Nutzer (downstream) zur Verfügung gestellt wird. Heutzutage werden bereits 6 Mbit/s im downstream dem Endverbraucher angeboten.

In Wohnbauten sind technisch ausgereifte Systeme für terrestrische Antennen, Breitbandkommunikationsanschluss, Kabelfernsehen und Satellitenantennen obligatorisch. In Ballungsräumen haben die sogenannten Breitband-Kommunikationsnetze (BK-Netze) schon lange flächendeckend Einzug gehalten, sie werden aber zunehmend von DVB-T (Digital Video Broadcasting-Terrestrial) verdrängt.
Ton- und Fernsehrundfunkanlagen bestehen im wesentlichen aus Antenne, Verstärker und Verteilungsnetz.

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© Sachverständigenbüro für Technische Gebäudeausrüstung
    Dipl.-Ing. (FH) Jens-Uwe Nieß, Berlin

 


Wissenswertes:

Blitzschutzanlagen-Check (PDF)
(nach DIN VDE 0185)

Check elektrischer Anlagen (PDF)
(nach DIN VDE 0105-100/0100-610/BGV A3)

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