Brandschutz

Brandschutz Brandschutz wird in Deutschland sehr ernst genommen. Die Flut an Vorschriften und Bestimmungen ist auch für Architekten und Planer kaum überschaubar.

Ziehen Sie als Verantwortlicher deshalb im Zweifelsfall einen unabhängigen Sachver­ständigen zu Rate, wenn es darum geht, ob eine geplante Lösung den einschlägigen Brandschutzvorschriften genügt - bevor ein Schadensfall eintritt.

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Technischer Brandschutz

Bautechnische Brandschutzsysteme haben die Aufgabe, komplexe Gebäude wie Hochhäuser, Krankenhäuser, öffentliche Gebäude [Gebäude des Öffentlichen Rechts?] usw. mit ausgereiften Systemen aller haustechnischen Gewerke vor der Ausbreitung von Bränden zu schützen.
Klare und übersichtliche
Installationen sowie bewährte und innovative Produkte sind die Grundlage für moderne Sicherheitssysteme.
Das Bewusstsein, dass bautechnischer Brandschutz lebensrettende Sicherheitstechnik bedeutet, zieht zwangsläufig höchste Qualität und Sorgfalt bei der Herstellung und Installation von Brandschutzeinrichtungen nach sich. Dies betrifft auch die enge Zusammenarbeit zwischen Architekten, Fachplanern, Behörden, Sachverständigen, ausführenden Betrieben und sonstigen Partnern.
Anlagen des technischen Brandschutzes sind u.a. Brandmeldeanlagen (BMA), Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (RWA), maschinelle Entrauchungsanlagen (MRA), Notbeleuchtung, Feuerlöschanlagen (hierzu zählen auch Wandhydranten und Feuerlöscher) usw.


Rauch und Wärmeabzugsanlagen (RWA)

Etwa 90% aller bisherigen Opfer von Bränden sind nicht durch das Feuer selbst, sondern durch den giftigen Rauch umgekommen. Der beißende Qualm nimmt den flüchtenden Menschen die Sicht, führt zu starken Atembeschwerden und letztlich zum Tode. Zudem wird der Feuerwehr die rechtzeitige Rettung der unter Panik stehenden Personen sowie die Bergung von Sachwerten erschwert.
Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (RWA) dienen dazu, den heißen, aufsteigenden Brandrauch systematisch über Fenster, Rauchklappen usw. ins Freie abzuleiten und über natürliche oder maschinelle Nachströmeinrichtungen für eine Durchspülung mit Frischluft zu sorgen.
Neben der qualifizierten Planung und der anschließend fachgerechten Installation ist der regelmäßigen Instandhaltung und Funktionsprüfung durch eine Fachkraft für Rauch- und Wärmeabzugsanlagen besondere Beachtung zu schenken. Wir prüfen Rauch und Wärmeabzugsanlagen - fachgerecht, kurzfrsitig und zuverlässig.


Sprinkleranlagen

sind selbsttätige Feuerlöschanlagen mit einem unkomplizierten wie sicheren Funktionsprinzip. Ein Netz von unter Druck stehenden Rohrleitungen und nach einem bestimmten Raster angeordnete Sprinkler überzieht alle zu schützenden Gebäudeteile. Steigt die unmittelbare Umgebungstemperatur durch Brandeinwirkung um etwa 30 °C über den normalen Höchstwert, zerspringt die Glasampulle. Das unter Druck stehende Löschwasser strömt aus der Rohrleitung in den Sprinkler, prallt auf den Sprühteller und wird von dort flächendeckend verteilt. Gleichzeitig wird über Strömungswächter Alarm ausgelöst. Die Anlage ist wieder betriebsbereit, wenn die geöffneten Sprinkler gegen neue ausgetauscht sind.


Löschwasserleitungen

Bei Feuerausbruch in einem Bauwerk muss in allen Stockwerken und Bauabschnitten ausreichend Löschwasser verfügbar sein. Bei Löschwasserleitungen, die grundsätzlich fest verlegt sind und Entnahmestellen in jedem Brandabschnitt aufweisen, unterscheidet man zwischen Steigleitungen „nass“, „trocken“ und „nass/trocken“.
Die Genehmigung zur Installation von „nassen“ und nass/trockenen“ Steigleitungen erteilt das zuständige Wasserversorgungsunternehmen, auch WVU genannt. Es prüft die Berechnungen und Konstruktionspläne, sowie die den Brandschutz betreffenden baurechtlichen Vorschriften. Die Löschwasser- und Trinkwasserleitungen eines Grundstücks werden hierbei durch eine gemeinsame Anschlussleitung versorgt. Sie ist so zu bemessen, dass die Trinkwasserentnahme zu keiner Zeit den Löschwasserbedarf gefährdet. Dies kann dazu führen, dass bei größeren Bauvorhaben mehrere Einspeisungen erforderlich sind.
Im Gegensatz zu „nassen“ (also ständig betriebsbereiten und mit Trinkwasser unter Druck stehenden) Steigleitungen wird bei „trockenen“ Steigleitungen erst im Bedarfsfall Löschwasser ausschließlich durch die Feuerwehr eingespeist. Dies kann sowohl Trinkwasser aus Unterflur-Hydranten des öffentlichen Versorgungsnetzes als auch Nichttrinkwasser aus z.B. einem Löschwasserteich sein. Die Einspeisungen befinden sich an gut sichtbaren und erreichbaren Stellen meist an der Fassade des Gebäudes.


Wandhydranten

oder auch Schlauchanschlusseinrichtungen genannt, wurden zur schnellen Brandbekämpfung entwickelt. Die leicht verständliche Bedienbarkeit soll jedermann die Möglichkeit geben, ein entstandenes Feuer schnell unter Kontrolle zu bringen und zu löschen. Gerade bei Bränden sind die ersten Minuten bis zum Eintreffen der Feuerwehr entscheidend.


CO2- und Argonlöschanlagen

Diese Anlagen werden vor allem dann eingesetzt, wenn Entstehungsbrände schnell gelöscht und Folgeschäden unbedingt vermieden werden müssen. Der von Hand oder selbsttätig ausgelöste Löschvorgang setzt erst nach Ablauf einer Vorwarnzeit ein, damit beim Stickeffekt durch Verdrängung des Luftsauerstoffs mit dem Löschgas keine Menschen zu Schaden kommen.
Mit dem Löschvorgang einhergehend werden alle vorhandenen Lüftungs- und Klimaanlagen automatisch außer Betrieb genommen sowie Brandschutzklappen und Türen geschlossen, damit kein Sauerstoff eindringen bzw. Löschgas entweichen kann.

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© Sachverständigenbüro für Technische Gebäudeausrüstung
    Dipl.-Ing. (FH) Jens-Uwe Nieß, Berlin