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Auf dieser Seite: Wärmeschutz (Wärmedämmung)
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Wärmeschutz (Wärmedämmung)
Darunter versteht man sämtliche Maßnahmen, durch die Wärmeverluste
(Wärmetransport) von Gebäuden oder haustechnischen Anlagen an
die Umgebung verringert werden. Dazu gehört z.B. die Verwendung von
Baustoffen mit einem niedrigen U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient)
für Außenwände und Dächer, der Einbau von wärmedämmenden
Fenstern (Wärmeschutzverglasung) sowie das Dämmen von Wärmeverteilungs-
und Warmwasseranlagen einschl. Armaturen.
Mit Inkrafttreten der Energieeinsparverordnung (EnEV) wurden die Wärmeschutz-
und die Heizungsanlagen-Verordnung abgelöst, deren Vorgaben für
Wärmedämm- und anlagentechnische Maßnahmen im Grundsatz
aber übernommen. Damit vereint die EnEV Bauphysik und Heizungsanlagentechnik
mit dem Hauptziel, den Primärenergiebedarf für die Gebäudebeheizung
und –belüftung sowie für die Trinkwasserbereitung nachhaltig
zu senken und Grenzwerte für Wärmeverluste und –verbräuche
zu setzen.
Je schlechter die Wärmedämmung der Außenwände ist
oder je mehr bauliche Fehler bei der Gebäudekonstruktion (Wärmebrücken)
entstanden sind, desto höher ist der Wärmebedarf und damit der
Primärenergiebedarf. Bei einer nachträglich montierten Wärmedämmung
sollte eine Außendämmung nach Möglichkeit bevorzugt werden,
da Innendämmungen oftmals den Taupunkt der Wand nach innen verschieben.
Innendämmungen müssen daher sorgfältig geplant und ausgeführt
werden, da sonst im Dämmbereich die Gefahr der Schimmelpilz-Bildung
sowie eine Verschlechterung des Raumklimas droht.
Eine moderner und hocheffizienter Wärmeerzeuger nebst einem optimal
wärmegedämmten Wärmeverteilnetz ist für die Energiebilanz
ebenso ein entscheidender Punkt.
Durch das Abdichten von Fensterfugen lässt sich der Wärmeschutz
meist deutlich verbessern. Allerdings wird bei zu geringerem Luftwechsel
das Wachstum von Schimmelpilzen begünstigt. Das Abdichten von Fugen
sollte daher unbedingt ein geändertes Lüftungsverhalten zur
Folge haben (Lüften, Stoßlüften).
Schwachstellen in der Wärmedämmung eines Hauses können
mit Hilfe der Thermographie sichtbar gemacht werden.
© Sachverständigenbüro für Technische Gebäudeausrüstung
Dipl.-Ing. (FH) Jens-Uwe Nieß, Berlin
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Dieses
weit gespannte Feld betrifft nicht nur den Bauphysiker sondern alle
am Bau Beteiligten, insbesondere Architekten und Fachplaner.