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Feuchteschutz
Feuchteschutz (Feuchtigkeitsschutz) beinhaltet alles, was mit der Vermeidung der Durchfeuchtung eines Gebäudes zu tun hat. Ursachen für feuchte Wände können sein:
Spritzwasser (gegen die Fassade spritzendes Wasser)
Niederschlagswasser (an der Fassade herablaufender Regen) kann besonders dann auftreten, wenn die Regenrinnen verstopft sind, weil diese gar nicht, oder nicht oft genug, gereinigt werden (achten Sie auf einen Posten für die Reinigung der Regenrinnen in der Nebenkostenabrechung).
Oberflächenwasser (nicht versickerndes Wasser) kann erhebliche Feuchtigkeitsschäden an Gebäuden verursachen, wenn Niederschlagswasser durch ein Gefälle auf versiegelten Flächen (Zufahrten, Terrassen, Kfz-Abstellflächen o.ä.) auf ein Gebäude zu geleitet wird, und nicht durch Abflussrinnen (die regelmäßig gereinigt werden müssen) oder eine Dränage, vom Gebäude abgeleitet werden.
Sickerwasser (oberflächennah versickertes Wasser)
Schichtenwasser (in Erdschichten gelagertes Wasser)
Grundwasser
Kondensation (Wasserdampf von Personen und Tätigkeiten in Küche und Bad)
Baufeuchte (notwendige Wassermenge zur Herstellung eines Bauteils)
Bei Holzbauwerken ist die Menge an Feuchtigkeit, die durch diesen Vorgang eingebracht wird, meistens zu vernachlässigen. Sofern aber kein vorgetrocknetes Holz für Holzbauwerke von Blockhäusern verwendet wird, müssen diffusionsoffene Konstruktionen dafür Sorge tragen, dass die eingebrachte Feuchtigkeit aus dem Bauwerk entweichen kann.
Das Eindringen von sogenanntem drückendem Oberflächen-, Schichten- oder Grundwasser in das Bauwerk ist durch geeignete Abdichtungselemente im Bereich von Durchdringungen zu verhindern. Mehrspartenhauseinführungen erlauben z.B. eine sichere Einführung von Versorgungsleitungen in das unterkellerte Einfamilienhaus.
Die größten Wasserdampfmengen, die täglich in einem Haushalt entstehen, werden beim Kochen und beim Wäschetrocknen freigesetzt. 2 Personen geben bei „normaler“ Tätigkeit zusammen ca. 1,7 Liter Wasserdampf pro Tag ab.
Luft kann abhängig von der Temperatur unterschiedliche Mengen Wasserdampf aufnehmen. Hierdurch ist die Möglichkeit gegeben, durch die Lüftung über geöffnete Fenster Feuchtigkeit aus einem Raum zu transportieren. Weil warme Luft bei gleicher relativer Feuchte viel mehr Wasser als kalte Luft enthält, ist es wichtig, diese ab und zu mit kalter Außenluft auszutauschen. Je kälter die Luft ist, die beim Lüften in den Innenraum gelangt, desto mehr Wasser kann sie beim Erwärmen wieder aufnehmen und nach außen durch das geöffnete Fenster abführen.
© Sachverständigenbüro für Technische Gebäudeausrüstung
Dipl.-Ing. (FH) Jens-Uwe Nieß, Berlin
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Dieses
weit gespannte Feld betrifft nicht nur den Bauphysiker sondern alle
am Bau Beteiligten, insbesondere Architekten und Fachplaner.